Wettbewerbe

Gold bei der EUSO in Portugal
Etwa 150 Schülerinnen und Schüler aus 25 Ländern der EU trafen sich in Portugal in dieser ersten Maiwoche für die European Union Science Olympiad in Almada in der Nähe von Lissabon

Als wir die Halle betraten, in der die Preisverleihungszeremonie stattfinden sollte, rechnete niemand von uns mit Gold. Unser EUSO-Koordinator Peter Holub (der die Punkte schon im Vorhinein wusste, die Platzierung aber nicht), hatte uns gesagt, wir würden vermutlich Silber bekommen. Umso erfreulicher war es, als das österreichische A-Team, bestehend aus der Chemikerin Sophie Klaus, der Biologin Victoria Kalla und mir, Elias Hohl (Physiker), nach der Verleihung der besten Silbermedaille immer noch nicht aufgerufen worden war. Es wurde die zweite Goldmedaille für Österreich seit Beginn der EUSO.

Man trifft auch eine Menge spezielle Leute bei der EUSO, besonders in Erinnerung geblieben sind mir der belgische Physiker, über dessen Berechnungen und Flötenspielkünste wir uns immer herzlich amüsiert haben, und ein paar andere Belgier und Ungarn, die mit uns immer wieder das gleiche Kartenspiel gespielt haben, obwohl sie wussten, dass sei gegen die Reaktionszeiten der Österreicher keine Chance haben (wochenlange Übung steckt dahinter).

Auch nicht so schnell vergessen werde ich unseren Guide Tomas, der sich ausgezeichnet darin verstand, Regeln zu „verbiegen“ (Wortlaut) und außerdem große Begeisterung an dem Mikrofon in unserem Bus fand. Daher erzählte er uns stundenlang schlechte Witze (z.B. My girlfriend told me she needs time and distance. Was she calculating velocity?) und drohte regelmäßig, er würde anfangen zu weinen, wenn wir nicht lachen.

Zusammengefasst: Es war eine sehr gewinnbringende Woche. Ich kann jedem empfehlen, der naturwissenschaftlich interessiert ist, den Eintritt ins EUSO-Team zu versuchen.

Elias Hohl, Gewinner einer Goldmedaille

Zwei österreichische Teams von je einem Physiker, Chemiker und Biologen lösten Aufgaben über Kork und den Ozean fächerübergreifend. Das A-Team mit je einer Kärntner Biologin und Chemikerin und löste die Probleme überzeugend und gewann eine Goldmedaille mit dem 5. Platz von 50 europäischen Teams.

Neben dem Wettbewerb standen auch viele sozialen Aktivitäten auf dem Programm, sodass sich die TeilnehmerInnen besser kennenlernen konnten und die europäische Idee auch ein konkretes Gesicht für die Jugendlichen bekam. Alle TeilnehmerInnen reisten nach einer intensiven und bereichernden Woche wieder zurück in ihre jeweilige europäische Heimat.

Österreichischer EUSO-Physik-Mentor Dieter Winkler