Wettbewerbe

50. IPHO 2019 Tel Aviv

Zwei neue „Bischgym-Rekorde“ gab es heuer bei der Internationalen Physikolympiade! Erstmalig waren 2 Schüler unserer Schule, Elias Hohl und Jakob Prettenthaler, im 5-köpfigen Nationalteam.

Elias Hohl markierte eine neue Bestmarke in der bisherigen internen Wertung unserer Schule. Er holte den 61.Platz und eine Silbermedaille und ist damit der am besten platzierte Teilnehmer aus dem Bischöflichen Gymnasium bei der Internationalen Physikolympiade!

Das bisher beste Resultat war ein 77.Platz von einem 18-jährigen Schüler, Elias hat mit 16 Jahren noch 2-mal die Möglichkeit der Teilnahme. Außerdem wurde er 10.bester Europäer und hat alle deutschen Teilnehmer geschlagen. Als Betreuer bin ich neugierig, wie weit seine Reise noch gehen wird.

Jakob Prettenthaler aus der 8.Klasse verfehlte knapp eine Honourable Mention. Er tritt sein Studium der Physik in diesen Tagen an der ETH-Zürich an. Wir vom Bischgym wünschen ihm dafür alles Gute!

Herzliche Gratulation! Prof: Dieter Winkler

Da Elias Hohl bei der Überreichung der Preise am Schulende schon beim Training für die IPHO war, hat Frau Direktor Höck ihm den Pokal für außergewöhnliche akademische Leistungen nachträglich überreicht.

Bericht von Elias Hohl:

Während die meisten Schülerinnen und Schüler des Bischöflichen Gymnasiums in der letzten Woche vor den Ferien bei den Bewerben des Sportfests wetteiferten, trafen Jakob Prettenthaler und ich uns mit dem Rest der österreichischen Delegation für die Internationale Physikolympiade, drei anderen Schülern und drei Trainern, in Krieglach. Das Training bestand hauptsächlich aus intensiver Physik, acht Stunden täglich. Wir mussten jeden Tag in der Früh mit dem Zug zum Gymnasium Mürzzuschlag fahren. Gegessen wurde zu Mittag und am Abend in Restaurants in der Gegend, vor allem Pizza, Cordon Bleu/Schnitzel und Chinesisch.

Nach einer Woche Training war es dann soweit, und wir fuhren mit dem Zug zum Flughafen Wien-Schwechat, um bald darauf mit dem Flieger nach Tel Aviv abzuheben. In Israel angekommen, bekamen wir ein Papier, das wir bei der Ausreise wieder vorweisen mussten. Glücklicherweise hat es niemand verloren. Dann hatten wir gleich unser erstes spannendes Erlebnis im heiligen Land, als unser Busfahrer gleich nachdem wir eingestiegen waren im Rückwärtsgang einen Hydranten köpfte und so allen Bussen eine gratis Autowäsche ermöglichte.

Die Probleme beim Wettbewerb selbst waren leider relativ unspektakulär, aber dennoch von den Aufgabenstellungen her sehr unerwartet und alles andere als leicht, weshalb die Punktegrenzen für die Medaillenränge tiefer lagen als je zuvor. Ich gewann eine Silbermedaille, obwohl fast alle Teilnehmer des Wettbewerbs älter sind als ich. Außerdem freue ich mich sehr, alle Deutschen, einen Vertreter der USA und einen Inder besiegt zu haben. Die anderen Österreicher konnten zwei Bronzemedaillen und eine Ehrenwerte Erwähnung (Honourable Mention) ergattern.

Ansonsten konnten wir bei den Exkursionen viel von Israel sehen, wir waren z.B. in Jerusalem, am Toten Meer und auf den Golanhöhen, wo ich in einem Schützengraben auf einem Hügel nahe der syrischen Grenze ein Chamäleon gefunden habe.